Traumatherapie
Wie entsteht Trauma?
Schock oder Trauma kann entstehen, wenn Menschen von einer Situation überwältigt werden. Dann können Menschen nicht mehr „normal“ und logisch reagieren. Durch die Überforderung ist der Stress für uns Menschen so groß, dass das „vernünftige“ Großhirn „abgedreht“ wird und andere ältere Teile unseres Gehirns das Handeln übernehmen. Leider stehen uns dann nur noch wenige Reaktionsmuster zur Verfügung: Kämpfen, Weglaufen und/oder Erstarren. Manchmal ist der Schock so groß oder die schreckliche Situation dauert über längere Zeit oder sogar Jahre, dann spricht man von einer Traumatisierung. Oft ist es so, dass Menschen schon lange nicht mehr in der belastenden Situation sind, aber sehr wohl leiden. Dann spricht man von sogenannten Traumafolgestörungen (PTBS Posttraumatische Belastungsstörung). Diese äußern sich etwa in wiederkehrenden Albträumen, Schmerzen (ohne körperl. Ursache!), Sog. Flashbacks (durch einen Auslöser auch Trigger genannt ist es plötzlich so, als wäre die Person wieder in der schrecklichen Situation, sie durchlebt alles noch einmal), Depressionen, Schlafstörungen uvm.
Oft entwickeln Betroffene bestimmte Glaubenssätze. Diese äußern sich in immer wiederkehrenden, quälenden Gedanken:
„Ich bin schlecht.“
„Ich reiche nicht.“
„Niemand hilft mir.“
„Niemand ist da, ich bin allein.“
„Ich schaffe es nicht.“
„Alles tut mir weh.“

